Gefälschte Rechnungs-E-Mails mit Ihrem eigenen Namen oder Ihrer Domain
In den letzten Monaten nehmen betrügerische E-Mails deutlich zu, die besonders Unternehmen, Buchhaltungen und Selbstständige ins Visier nehmen. Diese Nachrichten wirken auf den ersten Blick professionell und glaubwürdig – sind aber reine Betrugsversuche.
Ein besonders perfider Trick dabei:
Die E-Mails verwenden Ihren eigenen Namen, Ihre Firma oder sogar Ihre eigene Domain, um Vertrauen zu erzeugen.
Wie sieht diese Art von Betrug aus?
Typische Merkmale solcher E-Mails sind:
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Angebliche offene oder überfällige Rechnungen
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Hinweise auf dringende Zahlung, Mahngebühren oder Serviceunterbrechungen
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Der Eindruck, die Zahlung sei bereits intern freigegeben worden
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Eine angebliche „Weiterleitung“ früherer E-Mail-Konversationen
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Absendernamen wie „Accounting“, „Finance“, „Senior Accountant“ oder „CEO“
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Professioneller Tonfall, korrekte Sprache, keine offensichtlichen Fehler
Besonders gefährlich:
Manchmal taucht Ihr eigener Name oder Ihre eigene E-Mail-Adresse im Text oder sogar im Antwortfeld auf, obwohl die Nachricht von außen kommt.
❗ Warum diese Mails so überzeugend wirken
Diese Betrugsversuche sind bewusst nicht plump. Die Angreifer:
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nutzen reale Maildienste (z.B. große Versandplattformen),
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verwenden existierende Domains,
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bestehen technische Prüfungen wie DKIM oder DMARC,
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verzichten auf offensichtliche Phishing-Links.
Das Ziel ist keine Schadsoftware, sondern eine Überweisung.
🔍 Typische Warnsignale (Checkliste)
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn:
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Sie eine Rechnung erhalten, an die Sie sich nicht erinnern
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die angebliche Leistung nie beauftragt wurde
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die Mail Sie unter Zeitdruck setzt
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im E-Mail-Programm eine andere Antwortadresse (Reply-To) erscheint als der Absender
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interne Freigaben behauptet werden, die nie erfolgt sind
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Bankdaten „neu bestätigt“ oder „geändert“ werden sollen
👉 Keine seriöse Firma fordert per E-Mail eine dringende Zahlung ohne klare, nachvollziehbare Vertragsgrundlage.
🧠 Wichtig zu wissen: „Technisch korrekt“ heißt nicht „echt“
Viele dieser E-Mails bestehen technische Prüfungen wie SPF oder DKIM.
Das bedeutet lediglich:
Die E-Mail wurde korrekt von diesem Server verschickt
❌ nicht, dass der Inhalt legitim ist
Moderne Betrugsversuche richten sich an Menschen, nicht an Spamfilter.
✅ Was Sie tun sollten
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Nicht antworten
Auch keine Rückfragen stellen. -
Keine Anhänge öffnen
Auch wenn es „nur eine PDF-Rechnung“ ist. -
Interne Rücksprache halten
Im Zweifel immer telefonisch oder persönlich klären. -
Verdächtige Mails melden
An Ihren IT-Dienstleister oder Mailanbieter weiterleiten. -
Klare interne Regeln festlegen
Zahlungen erfolgen nur, wenn:-
ein Vertrag existiert
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die Rechnung im Buchhaltungssystem bekannt ist
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die Bankverbindung verifiziert wurde
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🛡️ Unser Fazit
Wenn Sie eine E-Mail erhalten, die:
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Druck aufbaut
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Zahlungen fordert
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Ihren eigenen Namen oder Ihre Firma verwendet
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und Ihnen „intern bekannt“ vorkommt
👉 dann ist gesunde Skepsis absolut angebracht.
Im Zweifel gilt immer:
Lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu schnell überweisen.