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Klimaregelung ein großes Missverständnis

Haben Sie schon einmal Ihre Kunden gefragt, welche Bedeutung Sie dem Wort Klimaregelung beimessen. In neun von zehn Fällen, lautet die Antwort „Kälte", selbst für Fachleute ist die Klimaregelung ein Synonym für Kälte. Wobei die richtige Antwort „Komfort" lauten müsste. 

Warum müssen wir die Klimaregelung mit Komfort definieren? Das Wohlbehagen des Menschen ist eng mit der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit verknüpft. Gerade die Klimaregelung erlaubt es eine angenehme Innenraumtemperatur (ungefähr 21,5 °C) und niedrigere Luftfeuchtigkeit zu erzielen. Die Luftfeuchtigkeit hat einen großen Einfluss auf das Wohlbehagen gerade bei nasskaltem Wetter wird die Klimaregelung als angenehm empfunden. 

Machen wir Schluss mit falschen Interpretationen durch Informationsmangel.

Klimaanlage nur bei großer Hitze einschalten und Temperaturregler bis zum Anschlag auf „kalt" stellen.
Dies ist nicht zu empfehlen, da hierbei Erkältungsgefahr droht. 
Es ist unsinnig im Winter die Klimaregelung einzuschalten.
Ein beschlagen der Scheiben kann durch die Klimaanlage wirkungsvoll vermieden werden da, sie dem Innenraum die Luftfeuchtigkeit entzieht. Es ist deshalb ratsam die Klimaanlage in Verbindung mit der Heizung auf „Defrost" einzustellen.

Es entspricht jedoch der Wahrheit, dass die Klimaanlage bei Temperaturen unter 4 °C durch physikalische Bedingungen nicht mehr funktioniert.

1 = Kompressor
2 = Kondensator mit Lüfter
3 = Trockner/Sammler
4 = Expansionsventil
5 = Verdampfer
6 = Gebläse
7 = Leitungen

So bedienen Sie die Klimaanlage richtig

Fenster und Schiebedach bleiben geschlossen (Schiebedach gegebenenfalls bei großer Hitze geöffnet lassen um den Luftaustausch zu verbessern).
Gebläse auf die mittlere Stufe einstellen. Ein zu stark eingestelltes Gebläse bringt nicht mehr Kälte, denn die Luft hat dann zu wenig Zeit, sich am Verdampfer der Klimaanlage abzukühlen.
Luftdüsen möglichst nach „oben" richten, denn kalte Luft sinkt nach unten und mischt sich sich so mit der warmen Luft.
Als idealer Innentemperaturbereich gelten 20 bis 23 °C. Wegen Erkältungsgefahr sollten 18 °C keinesfalls unterschritten werden.
Einige Minuten vor Fahrende die Klimaanlage ausschalten und Temperatur auf Außentemperatur einregeln. Dadurch kann das Kondenswasser im Heizungskasten durch Luftzirkulation trocknen und Sie vermeiden so einen Temperaturschock. Ebenso verhindert man dadurch einen Muffig-feuchten Geruch aus der Klimaanlage, hervorgerufen durch Feuchtigkeitsablagerungen im Verdampfer.
Bei hohen Außentemperaturen betätigen Sie die Umluftschaltung, dies erlaubt es den Wirkungsgrad der Klimaanlage zu erhöhen. Nach einiger Zeit (z.B. ½ Stunde) vom Umluftbetrieb auf Frischluftzufuhr wechseln um die Luft im Innenraum zu erneuern.
Bei tiefen Außentemperaturen sollte kein Umluftbetrieb gewählt werden, damit die aufgenommene Luftfeuchtigkeit schnell nach außen abgegeben werden kann, so vermeiden Sie das Beschlagen der Scheiben.
Falls das Fahrzeug mit Seiten-Ausstellfenster ausgerüstet ist, sollten diese geöffnet werden um die Luftzirkulation zu verbessern.
 
 
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Stand: 29.08.2000